- Von Lukas Breitenbach
Mehr als drei Jahre nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hat sich etwas Grundlegendes verändert in der deutschen Gesellschaft. Nicht spektakulär, nicht von einem Tag auf den nächsten, aber messbar, beständig und inzwischen unübersehbar. Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) hat im Frühjahr 2025 seine jährliche Bevölkerungsbefragung durchgeführt, und die Ergebnisse zeichnen das Bild einer Gesellschaft, die sich mit sicherheitspolitischer Realität arrangiert hat – und die bereit ist, Konsequenzen zu ziehen.
2049 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren wurden zwischen dem 11. April und dem 17. Mai 2025 in computergestützten persönlichen Interviews befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung in Privathaushalten. Was sie zeigen, ist mehr als eine Momentaufnahme: Es ist der Befund einer gesellschaftlichen Verschiebung, die sich in den Zahlen seit 2022 Schritt für Schritt vollzogen hat.
Bedrohungswahrnehmung ohne Konsequenz
Deutschland fühlt sich bedroht – aber die Konsequenzen sind noch nicht im Alltag angekommen.
Das Bedrohungsgefühl: Russland hat sich festgesetzt
Die wichtigste Grundlage aller anderen Ergebnisse ist das Sicherheitsempfinden der Befragten. Und das bleibt auf einem Niveau, das in der Geschichte dieser seit 1996 laufenden Langzeitstudie seinesgleichen sucht. Nur noch 38 Prozent der Deutschen schätzen die nationale Sicherheitslage als gut ein. Das sind vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die Weltsicherheitslage positiv zu bewerten traut sich gerade einmal jeder Sechste.
Interessanter als diese Gesamtzahlen ist die Struktur des Bedrohungsgefühls. Nach der Inflation (69 Prozent) sind die Spannungen zwischen dem Westen und Russland inzwischen zur zweitgrößten wahrgenommenen Bedrohung für die persönliche Sicherheit aufgestiegen. 61 Prozent der Befragten geben dies an, drei Prozent mehr als 2024. Zum Vergleich: Noch 2021 nahm eine klare Mehrheit der Deutschen militärische Risiken überhaupt nicht als direkte Bedrohung wahr.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei spezifischeren Bedrohungsszenarien: Die Sorge vor Angriffen auf kritische Infrastruktur in Deutschland ist um sieben Prozentpunkte auf 41 Prozent gestiegen. Die Angst vor Terroranschlägen stieg um acht Prozentpunkte. Und die Wahrnehmung von Spannungen zwischen Europa und den USA als persönliche Bedrohung schnellte um 19 Prozentpunkte nach oben – ein Ausreißer, der unmittelbar auf den Amtsantritt der zweiten Trump-Administration zurückzuführen ist.
Russland selbst wird derweil so stark wie nie zuvor als militärische Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands eingestuft. 67 Prozent sehen in der Aufrüstung der russischen Streitkräfte eine direkte Gefahr für Deutschland, 68 Prozent nennen Cyberangriffe aus Russland. Bemerkenswert: Diese Wahrnehmung ist in allen soziodemografischen Gruppen ähnlich stark ausgeprägt. Ein nennenswerter Ost-West-Unterschied lässt sich nicht nachweisen. Selbst unter den Befragten mit Wahlabsicht für die AfD sieht eine absolute Mehrheit in Russland eine Bedrohung, wenn auch die schwächste aller Wählergruppen.
Bedrohungswahrnehmung ohne Konsequenz
Marcus Zanatta, Gründer und CEO der Zanatta-Gruppe: „Diese Zahlen sind ein Weckruf. Aber ehrlich gesagt überrascht mich weniger, was sie zeigen, als das, was sie nicht zeigen: 41 Prozent der Deutschen sorgen sich um Angriffe auf kritische Infrastruktur. Das klingt nach viel. Aber gemessen an dem, was wir bereits wissen und was bereits passiert ist müsste diese Zahl deutlich höher liegen. Wir reden hier nicht über abstrakte Szenarien. Wir reden über Angriffe, die bereits stattgefunden haben.
Der hybride Krieg hat uns längst erreicht – in Glasfaserkabeln, in Bahnnetzen, in Energieversorgung. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie oft und wie koordiniert. Was mich wirklich beunruhigt: Wenn sechs von zehn Deutschen Russland als Cyberbedrohung wahrnehmen, aber weniger als die Hälfte konkret über kritische Infrastruktur besorgt sind, dann klafft da eine gefährliche Lücke zwischen Bedrohungswahrnehmung und Konsequenz. Man hat verstanden, dass etwas nicht stimmt. Aber noch nicht, was das für den eigenen Alltag bedeutet.
Verteidigungsausgaben und Wehrdienst: Historische Höchstwerte
Wer meint, die deutschen Debatten über den Wehretat seien eine Sache der Politik und bewegten die Bevölkerung kaum, wird von der Studie berichtigt. 64 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben aus. Das sind sieben Prozent mehr als 2024 und der höchste Wert seit Beginn der Erhebungsreihe im Jahr 2000. Für einen Anstieg der Truppenstärke votieren 65 Prozent, ebenfalls ein historischer Höchstwert.
Diese Zustimmung ist kein Randphänomen bestimmter Milieus. Sie zieht sich durch alle soziodemografischen Gruppen. Selbst unter den Wählerinnen und Wählern der Linken sprechen sich 50 beziehungsweise 51 Prozent für eine Stärkung der Bundeswehr aus. Bei Union und SPD liegen die Werte bei jeweils 75 beziehungsweise 73 Prozent.
Ähnlich deutlich ist das Bild beim Thema Wehrdienst. 53 Prozent der Befragten halten die Einführung eines neuen Wehrdienstes für notwendig, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Und das Meinungsbild wird konkreter: 64 Prozent glauben, ein neuer Wehrdienst würde die Fähigkeit der Bundeswehr zur Landes- und Bündnisverteidigung stärken.
Unter denen, die einen Wehrdienst für notwendig halten, präferiert eine klare Mehrheit von 70 Prozent eine verpflichtende medizinische Eignungsfeststellung mit persönlichem Gespräch, statt einer bloßen Selbsteinschätzung per Fragebogen. 55 Prozent wollen alle körperlich tauglichen jungen Menschen eines Jahrgangs einbeziehen. Bei der bevorzugten Dienstdauer liegt zwölf Monate an der Spitze (44 Prozent), gefolgt von neun Monaten (23 Prozent). Als mögliches Einsatzgebiet für Wehrpflichtige befürworten 49 Prozent Deutschland und das NATO-Bündnisgebiet, während nur eine kleine Minderheit von sechs Prozent auch Einsätze außerhalb des Bündnisgebietes befürwortet.
Verteidigungsbereitschaft: Zahlen, die zählen
Eine der eindrücklichsten Kennzahlen der Studie: Gefragt, ob sie bereit wären, Deutschland im Falle eines militärischen Angriffs mit der Waffe zu verteidigen, antworteten unter den befragten Männern unter 50 Jahren 54 Prozent mit Ja. Bei den Frauen der gleichen Altersgruppe sind es 21 Prozent. In der Gruppe der 20- bis 40-Jährigen allein entspricht dies laut Zensus mehr als fünf Millionen Männern und mehr als zwei Millionen Frauen.
Die Verteidigungsbereitschaft unterscheidet sich erwartungsgemäß zwischen Wählergruppen: AfD-Wähler (55 Prozent) und Anhänger von Union und SPD (jeweils 49 Prozent) führen das Feld an. Wählerinnen und Wähler der Linken (19 Prozent) und die Gruppe der Nichtwähler (22 Prozent) bilden das Schlusslicht. Bildung, Einkommen und Migrationshintergrund spielen hingegen keine signifikante Rolle.
Wichtig ist die Unterscheidung, die die Autoren der Studie selbst vornehmen: Verteidigungsbereitschaft im Ernstfall ist nicht gleichzusetzen mit dem Interesse an einer militärischen Karriere. Das Interesse junger Männer am Soldatenberuf ist im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken und befindet sich mit 16 Prozent auf dem niedrigsten Wert seit Beginn dieser Erhebungsreihe 2020. Staatsbürgerliche Pflicht und persönliche Berufswahl werden von den Befragten klar voneinander getrennt.
NATO und Bündnisverteidigung: Prinzip stark, Praxis schwächer
Das Bekenntnis der deutschen Bevölkerung zur NATO ist so robust wie selten. 74 Prozent sind davon überzeugt, dass Deutschland die NATO-Mitgliedschaft braucht, um seine Sicherheit zu gewährleisten. 72 Prozent sprechen sich für die Einhaltung der finanziellen Zusagen an das Bündnis aus. Und 40 Prozent, sechs Prozent mehr als 2024, befürworten eine militärische Führungsrolle Deutschlands in der NATO. Zum Vergleich: Dieser Wert hat sich seit 2016 mehr als verdoppelt.
Die Autoren unterscheiden jedoch zwischen prinzipieller Bündnistreue und praktischer Bündnissolidarität – und diese Unterscheidung ist aufschlussreich. Die konkrete Unterstützung für Bündnispartner an der NATO-Ostflanke fällt deutlich schwächer aus als das allgemeine Bekenntnis zur Allianz. Nur 47 Prozent befürworten eine stärkere militärische Präsenz der NATO in Osteuropa, 50 Prozent die militärische Unterstützung der baltischen Staaten. Die Gap zwischen Anspruch und Praxis ist 2025 wieder etwas größer geworden, weil die prinzipielle Bündnistreue stärker gestiegen ist als die praktische Solidarität.
Ein zentraler Befund: Diese Lücke schließt sich erheblich, wenn Russland als Bedrohung wahrgenommen wird. Befragte, die Russland als Gefahr einschätzen, stimmen der Beteiligung an NATO-Ostflankenmissionen bis zu dreimal so häufig zu wie jene, die keine Bedrohung sehen.
Der USA-Schock: −28 Prozentpunkte in einem Jahr
Der Biden-Effekt ist durch den Trump-Effekt vollständig aufgezehrt. Nur noch 37 % der Deutschen sehen in den USA einen zuverlässigen Partner.
Der USA-Schock: Massiver Vertrauensverlust
Der dramatischste Einzelbefund der diesjährigen Studie betrifft das Verhältnis zu den USA. Die Zahlen sind eindeutig: Nur noch 37 Prozent der Deutschen sehen in den USA einen zuverlässigen Partner. Das ist ein Rückgang von 28 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Nur noch 41 Prozent sind überzeugt, dass die USA hinter ihren NATO-Verpflichtungen stehen (-21 Prozentpunkte). Und 43 Prozent, mehr als eine relative Mehrheit, sehen die Außen- und Sicherheitspolitik der USA als eine Gefahr für den Zusammenhalt der NATO.
Zum Vergleich: Nach dem Amtsantritt von Joe Biden im Jahr 2021 hatte der Vertrauenswert für die USA einen historischen Höchststand erreicht. Dieser Biden-Effekt ist durch den Trump-Effekt vollständig aufgezehrt worden.
Und doch: Die Konsequenz, die man daraus vielleicht erwarten würde – eine klare Abkehr von der transatlantischen Bindung – bleibt aus. 58 Prozent sprechen sich weiterhin für die Einbindung der USA in die Verteidigung Europas aus. Die Stationierung amerikanischer Atomwaffen in Deutschland befürworten 46 Prozent, sogar zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Der Befund ist paradox und zugleich nachvollziehbar: Man vertraut den USA nicht mehr, aber man will auf ihren militärischen Schutz nicht verzichten. 72 Prozent wollen, dass Deutschland seine Interessen gegenüber den USA selbstbewusster vertreten solle – immerhin ein Anstieg um zwölf Prozent.
Europäische Verteidigung: Das Bild kehrt sich um
Parallel zum Vertrauensverlust in die USA hat die Zustimmung zur europäischen Verteidigungszusammenarbeit einen neuen Höchststand erreicht. 73 Prozent befürworten eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. 57 Prozent sprechen sich für eine gemeinsame europäische Armee aus; zehn Prozent mehr als 2024. 44 Prozent befürworten eine militärische Führungsrolle Deutschlands in der EU, sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Dass dabei kein Widerspruch zur NATO-Bindung gesehen wird, ist ein wesentlicher Befund. Die Daten zeigen: Wer die NATO unterstützt, befürwortet tendenziell auch die EU-Verteidigungskooperation. Beide Loyalitäten schließen sich in der Wahrnehmung der Bevölkerung nicht aus, sondern ergänzen sich. Die EU-Verteidigung wird als Stärkung der europäischen NATO-Säule verstanden, nicht als deren Alternative.
Ukraine-Unterstützung: Stabil, aber nicht frei von Ambivalenz
Die Bereitschaft zur militärischen Unterstützung der Ukraine ist im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil geblieben. 62 Prozent befürworten die Ausbildung ukrainischer Soldatinnen und Soldaten durch die Bundeswehr – unverändert. 47 Prozent sprechen sich grundsätzlich für militärische Unterstützung der Ukraine aus.
Das Bild wird komplizierter bei Fragen zu den Waffenlieferungen. 41 Prozent befürchten eine Ausweitung des Krieges durch deutsche Waffenlieferungen, ebenfalls 41 Prozent sehen darin ein Sicherheitsrisiko für Deutschland. Nur ein Viertel ist überzeugt, dass diese Lieferungen zu einem schnelleren Kriegsende beitragen. Diese Ambivalenz ist kein neues Phänomen – sie begleitet die öffentliche Debatte seit Beginn der Unterstützung. Sie ist aber ein wichtiger Kontext für die politische Kommunikation: Die Bereitschaft zur Unterstützung ist da, die Zuversicht in deren Wirksamkeit hingegen begrenzt.
Institutionenvertrauen im Vergleich
Die Bundeswehr belegt Platz 2 hinter der Polizei – weit vor Bundestag, Bundesregierung und Kirchen.
Angaben in Prozent. Zusammengefasste Antworten „Vertraue voll und ganz", „Vertraue überwiegend" und „Vertraue eher". Deltawerte im Vergleich zu 2024.
Bundeswehr: Vertrauen auf hohem Niveau, Attraktivität als Arbeitgeber fraglich
Das Vertrauen in die Bundeswehr als Institution bleibt außerordentlich hoch. 83 Prozent haben eine positive Einstellung zu den Streitkräften, 84 Prozent vertrauen ihr. Im Institutionenvergleich landet die Bundeswehr hinter der Polizei (88 Prozent) auf dem zweiten Platz – weit vor Bundesregierung, Bundestag und Kirchen. Dieses Vertrauen ist seit einem Vierteljahrhundert bemerkenswert stabil, übersteht politische Krisen und gesellschaftliche Debatten ohne nennenswerten Schaden.
Anders sieht es bei der Arbeitgeberattraktivität aus. Nur zehn Prozent der unter 50-Jährigen können sich vorstellen, als Soldat oder Soldatin bei der Bundeswehr zu arbeiten. Das Interesse junger Männer am Soldatenberuf ist 2025 auf den niedrigsten Wert seit Erhebungsbeginn gesunken. Zugleich wächst das Interesse an zivilen Tätigkeiten in der Bundeswehr: 31 Prozent der unter 50-Jährigen können sich das vorstellen.
Ein interessantes Detail: Das Interesse junger Frauen an einer Tätigkeit in der Bundeswehr – zivil wie militärisch – ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während es bei jungen Männern gesunken ist. Und unabhängig vom Geschlecht gilt: Die positive Bewertung von Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie und Dienst korreliert signifikant mit dem Interesse am Arbeitgeber Bundeswehr. Wer diese „weichen“ Faktoren gut bewertet, zeigt auch mehr Interesse an einer Karriere bei der Truppe.
Verteidigungsbereitschaft nach Geschlecht
Würden Sie Deutschland im Falle eines Angriffs mit der Waffe verteidigen? Antworten von Befragten unter 50 Jahren.
Was heißt das alles?
Die ZMSBw-Bevölkerungsbefragung 2025 ist mehr als eine Sammlung von Prozentzahlen. Sie dokumentiert den Zustand einer Gesellschaft, die sich ernsthaft mit ihrer Verteidigungsfähigkeit auseinandersetzt und die dabei weiter ist, als die politische Debatte oft vermuten lässt. Die Zeitenwende ist in den Köpfen angekommen. Sie ist nicht Mehrheitsmeinung geworden, weil eine Regierung es beschlossen hat. Sie ist Mehrheitsmeinung, weil die Sicherheitslage in Europa es erzwingt und weil die Menschen das spüren. Die Stärke der Bundeswehr, die Einbindung in die NATO und die Vertiefung der europäischen Verteidigungskooperation. Das sind keine abstrakten Forderungen mehr, sondern Positionen, hinter denen eine breite gesellschaftliche Mehrheit steht.
Zugleich zeigt die Studie blinde Flecken, die beunruhigen sollten: Der Kenntnisstand über die konkreten Auslandseinsätze der Bundeswehr ist erschreckend gering. Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich schlecht informiert. Und die Studie belegt einmal mehr: Wer über einen Einsatz Bescheid weiß, unterstützt ihn. Kommunikation ist also nicht PR-Aufgabe, sondern sicherheitspolitische Notwendigkeit.
Häufige Fragen (FAQ)
01 | Was ist die ZMSBw-Bevölkerungsbefragung?
Die Bevölkerungsbefragung des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) ist eine jährliche repräsentative Erhebung zur sicherheits- und verteidigungspolitischen Einstellung der deutschen Bevölkerung ab 16 Jahren. Die Studie 2025 befragte 2.049 Personen zwischen dem 11. April und dem 17. Mai 2025.
02 | Wie viele Deutsche unterstützen höhere Verteidigungsausgaben?
Laut ZMSBw-Studie 2025 sprechen sich 64 Prozent der deutschen Bevölkerung für höhere Verteidigungsausgaben aus, 65 Prozent für mehr Soldatinnen und Soldaten. Beides sind Rekordwerte seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000 und ein Anstieg von jeweils 7 Prozentpunkten gegenüber 2024.
03 | Wie hoch ist die Akzeptanz der Bundeswehr in der deutschen Gesellschaft?
Über 83 Prozent der Deutschen haben eine positive Einstellung zur Bundeswehr, 84 Prozent vertrauen ihr. Diese Haltung ist stabil über alle Bevölkerungsgruppen hinweg und hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht verringert.
04 | Was bedeutet Verteidigungskommunikation für Unternehmen?
Verteidigungskommunikation beschreibt die strategische Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen im Defence-Sektor – Rüstungshersteller, Zuliefürer, Systemintegratoren. Sie umfasst Markenkommunikation, Employer Branding, Investorenkommunikation und Mediaplanung mit dem Ziel, Akzeptanz, Bekanntheit und Vertrauen in der Gesellschaft aufzubauen.
05 | Welche Zielgruppe ist am offensten für die Verteidigungsbranche?
Laut ZMSBw 2025 sind Befragte mit Migrationshintergrund (71 % Zustimmung zu mehr Bundeswehr-Budget), Männer (70 %) sowie CDU/CSU- und SPD-Wähler (je ca. 74 %) am offensten. Bei der Personalgewinnung zeigen junge Frauen (16–29 J.) wachsendes Interesse an zivilen Bundeswehr-Berufen (+7 PP 2025).
Lukas Breitenbach
Lukas Breitenbach ist ausgebildeter Journalist und Kommunikationsstratege mit fast 20 Jahren Erfahrung in Medien, Wirtschaft und Politik. Nach Stationen bei BILD/B.Z. und Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie ist er heute Director Strategic Communications & Public Affairs bei ZANATTA. MEDIA und ZANATTA. DEFENCE in Berlin.